Heute musste ich beim abbürsten der Pilze, unweigerlich an meine Mutter denken. Sie lehrte mich einst, dass man Pilze nicht abwaschen darf. Der Rat einer Mutter ist Gold wert und so ließ ich meine Gedanken ca. 15 Jahre zurückwandern. Was haben unsere Mütter uns nicht alles gepredigt?
Hier meine Top 5.-Liste der typischen Muttersprüche:
5. Nicht kippeln, sonst beißt du dir die Zunge ab:
Der gute alte Kippel-Klassiker. Klar kann man durchaus, wenn man doch mal umkippt, sich auf die Zunge beißen, aber ich bin zig mal umgekippt und habe nie in diesem Moment die Zunge draußen gehabt. Ein dennoch effektiver Spruch der Mütter, weil welches Kind möchte schon ohne Zunge herumlaufen. Dafür gibt es Platz 5!
4. Iss auf, sonst scheint morgen nicht die Sonne:
Okay, ein Kind mit Sonnenschein zu locken ist raffiniert, aber nach ein paar erfolglosen leeren Teller, fing man dann doch an zu zweifeln, dass Mutti ein Pakt mit der Wetterfee hatte.Trotzdem Platz 4.
3. Stell dich nicht so an, ein Indianer kennt keinen Schmerz:
Mama, seit wann ist Papa ein Indianer? Platz 3.
2. Solange du die Füße unter meinen Tisch stellst...:
Der Eltern-Allrounder. Nicht nur beliebt bei Mutti, sondern auch bei Vati. Ist universell einsetzbar. Wird gerne genutzt für das Thema Essen und die generelle Behauptung den Kindern gegenüber. Für den Kinder-Peiniger gibt es Platz 2.
Und jetzt kommt meine Platz 1, die Spitze des Eisbergs:
1. Nicht schielen, das bleibt so:
Liebe Mütter, mal ganz ehrlich: Wir wissen ja , dass ihr nur unser Bestes wolltet, aber ihr glaubt das doch nicht wirklich, oder? Und was ist an schielen denn so schlimm? Diesen Spruch musste ich mir zu Genüge anhören und deshalb ist er meine unangefochtene Nummer 1.
Aber nicht nur, dass unsere Ohren, mit der sich ewig wiederholenden Litanei geplagt wurde und unsere Gutgläubigkeit genutzt wurde. Nein, wir wurden noch total veräppelt.
Meine Mum hat es auch getan:
Ich hatte als Kind 7 Schnuller und musste immer alle beisamen haben, sonst konnte ich nicht richtig schlafen. Bei mir hießen sie übrigens Huller oder Hullies. Irgendwann hat meine Mutter sie alle auf ein Baumwollband gebunden, da sie es leid war sie vor dem Bett-gehen immer ewig lange zu suchen. Und ich ließ mich nicht von meiner Hullikette trennen. Meine Mutter musste also in die fiese Trickkiste greifen. Sie erzählte mir, dass der Müllmann(!) erfahren habe, dass ich noch Schnuller nuckle und wenn ich sie noch bis zum nächsten Besuch nuckeln würde, würde ich ein Holzgestell für den Mund bekommen. So habe ich kurzerhand meine Hullies weggeschmissen.
Tja, meine liebe Mutti, dank ihr bin ich heute kein Hulliegan! :D
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen