Ich pflanze einen Gedanken,
begieße ihn mit meinen Ideen
und schon bald
trägt mein Baum leckere Früchte.


Donnerstag, 10. Mai 2012

Persönlichkeitseinbildung

"Ich bin nicht von dieser Welt!" - schießt es mir manchmal durch meinen Kopf.
Doch anscheinend bin ich es doch. Aber was bin ich denn nun?

Oft werde ich angeguckt, als wäre ich von einem anderen Stern.
Die Biologie sagt: Homo sapiens

Für meine Bank bin ich eine Kundin.
Für Deutschland bin ich eine von 81. Millionen Deutschen.

Mein Kopf sagt mir, dass ich eine Katze bin.
Mein Verhalten sagt Kaninchen.
Mein Lebensstil sagt Gothic.
Mein Gefühl sagt, dass ich anders bin als viele.
Exfreunde sagen, ich sei ein Monster.
Ein älterer Herr nannten mich mal einen Engel.
Manche wiederum sagten Göttin zu mir.
Ganz andere halten mich für eine Teufelin.
Meine Mutter hält mich für eine Nervensäge.
Dann sei ich bei anderen ein Vampir.
Dann war ich für jemanden schon einmal die gute Fee.
Eine gute Freundin sagt, ich sei ein Plappermaul.
Ein guter Freund hält mich für einen Spaßvogel.
Dann sei ich noch ein Psycho.
Ein Samariter soll ich auch noch sein.

...


Für was soll ich mich nun entscheiden? Werde ich nicht immer der "Mensch" aus den Augen anderer sein und nie der, der ich eigentlich bin?







Mittwoch, 9. Mai 2012

Gedankenreise - Reseigedanken


Zug fahren – Zeit zur Besinnung.

Viele sagen, dass Zeit Geld ist. Für mich ist Zeit kein Geld. Ich rechne nicht in Geld. Es ist für mich die Übung zur Geduld und der Raum zur Besinnung. Wann besinnen wir uns denn mal in dieser schnelllebigen Zeit?

Ich habe herausgefunden, dass ich eine lange Zugfahrt perfekt für meine Besinnung nutzen kann. Ein gutes Buch und Musik erfüllen natürlich auch ihren Zweck der Beschäftigung, aber das Grübeln, Denken und Überlegen wird auf einer Zugfahrt in meinen Augen gut durch die Erlebnisse und die Eindrücke gefördert. Ich schaue ganz belanglos in die Ferne und was soll ich dann auch anderes tun?
Zwar ist es eine Zwangssituation des Denkens, da man nicht viel anders kann aber dennoch sollte man die Zeit dazu einfach freundlich in Gebrauch nehmen. Da wir eh das Ziel abwarten müssen, ist es doch vernünftig das Erreichen eines Ziels und die folgenden Ziele zu durchdenken. Wir bewegen uns fort und fort und unsere Gedanken sollten wir mitnehmen auf diese Reise und sie noch über ein jedes Ziel hinaus schicken. Denn Ankommen heißt auch wieder Weiterreisen oder wieder Abfahren. Gedanken erreichen, Gedanken weiterschicken, Gedanken wieder wegschicken.

Eine Zugfahrt der Gedanken.
Eine Zugfahrt für Gedanken.
Eine Zugfahrt mit Gedanken.
Eine Zugfahrt durch Gedanken.
Eine Zugfahrt denken.

Das Denken ist garantiert nicht zu verdenken und in diesem Falle der Zugfahrt zu verdanken.
Die Zeit dankbar nutzen, um alles fahren zu lassen. Man sollte alle Alltagssituationen dazu nutzen, um die Gedanken zu fördern, zu befreien, zu beflügeln.
Ist es ein graues Chaos, voll mit falschen Stationen, dann müssen wir weiter aus uns hinausfahren und finden bald die richtige Station, die uns dahin bringt, wohin wir möchten. Je länger die Fahrt dahin, desto edler der Schlussgedanke.

Zeit ist Geduld. Zeit ist Denken. Zeit ist für mich Zug fahren.

Donnerstag, 19. April 2012

Ruinöse (Vor-)liebe - ein neues Hobby für sich

>>Was der Mensch vergisst, das holt sich die Zeit.<<
© Gothfrosch

Ich habe ein neues, gigantisches Hobby, ja gar Fieber, für mich entdeckt. Ich habe ja schon oft bekannt gegeben, dass ich Dinge mag, die in die Jahre gekommen sind. Bücher, Antiquitäten, Häuser und der Weiteren. Ich gehe total gerne über Trödel-, Floh- und Antikmärkte und habe auch schon ein paar Schätzchen für mich entdecken können.
Ich finde immer mal ein weiteres Buch für meine Märchenbuchsammlung, weitere Teile für das Silberbesteck oder einfach mal ein altes Parfumflakon. Ich liebe diesen leicht muffigen, staubgetränketen etwas moderigen Geruch des "Vergessenen"
Doch nun zur eigentlichen Aussage, denn das war ja bereits bekannt.
Ich sammle seit neustem Bilder von Ruinen. Es ist bereits eine stolze und große Sammlung und alle Bilder sprechen Bände für sich.
Das hat mich auch dazu animiert einmal selber solche Fotos zu schießen, denn sie sind großartig. Nun muss ich also eine geeignete Ruine dafür finden. Am besten eine alte Villa oder eine Fabrik.
Ich werde mal schauen, was sich so auffinden lässt.
Aber nun möchte ich euch mal eine kleine Kostprobe davon geben, was andere Fotografen schon auf die Linse gebracht haben und mich damit sehr beeindruckt haben:







Die Bilder sind nicht mein Eigentum und ich bin auch nicht der Fotograf.


Ein Traum in Schutt und Asche, nicht wahr?Aber was soll ich da noch weiter reden, lasst euch einfach von den Bildern die Geschichten erzählen.




Sonntag, 15. April 2012

Ich denke, also bin ich krank.




Mein Name ist Gothfrosch und ich habe Laktoseintoleranz und gelegentlich leide ich unter Migräne.

Sicherlich müsst ihr jetzt denken, dass bei mir zu viel Durchzug im Kopf herrscht, aber diese Begrüßungsfloskel ist schon längst nicht mehr abwegig. Immer mehr Leute setzen ihre Krankheiten stellvertretend für ihre Persönlichkeit. Schon längst heißt es nicht mehr: „Mein Haus, mein Auto und mein Boot, hier meine Visitenkarte.“  „Meine Allergie, mein Gendefekt und meine weiteren Krankheiten, hier meine Krankenakte“, ist mittlerweile schon fast realistisch geworden.

Vorweg möchte ich aber erwähnen, dass viele Krankheiten eine ernstzunehmende Sache sind, so ernst, dass man damit nicht um sich werfen sollte wie mit Konfetti.

Ich selber habe ja auch eine Allergie, habe aber gelernt mich damit zu arrangieren. Ich sag mir immer: Es hätte auch schlimmer kommen können, irgendwas hat ja Jeder. Nur macht das Irgendwas nicht Jemandem zu irgendwas Besonderem. Klar, es ist bemerkenswert, wenn man sich einem schweren Schicksal stellt, aber ist es nicht dann erst  lobenswert, wenn man es nicht wie ein Schild um den Hals mit sich trägt, sondern es mit Würden (er-)trägt? Allzu oft habe ich jetzt den Wandel in der Gesellschaft beobachten, wo mit den körperlichen Seltsamkeiten die Latten gemessen wurden. Der Krankheitskrieg aus den Ärztewartezimmern scheint irgendwann mal ausgebrochen zu sein und verbreitet sich nun in der U-Bahn, beim Bäcker und sogar in der eigentlich so krankheitsfreien Zone, in den Clubs. Der Tanz der Gebrechlichkeit hat begonnen und oft habe ich schon Leute getroffen, die beim Bäcker ganz fanatisch erwähnen mussten, dass ja dieses und jenes bloß nicht im Gebäck enthalten sein soll WEIL sie ja eine ganz heftige Allergie haben, die sich so und so äußert. Das Weil und mit welchen Folgen will doch kein Mensch wissen, zumindest will ich es nicht. Da gibt es nur 2 Optionen zur logischen Erklärung dieses Verhaltens:  1. Bewusst herbeigehofftes Mitleid oder 2. Sie sind tatsächlich nicht krank und zeigen nur gerne ein Stickeralbum der Krankheiten herum oder schlimmsten Falls trifft beides zu… Den Plötzlichen BOOM der Laktoseintoleranz erwähnte ich ja bereits 2010 in dem Beitrag (hier der Beitrag) und seit dem ist es drastisch angestiegen. Dazu kommt ein total unlogischer und übertriebener Modeboom von Veganismus, bei meinem Erachten nach teils viel zu jungen Menschen, die sich wegen „Mode“ jetzt tatsächlich kaputthungern. Ich möchte hier nicht den Veganismus verteufeln, aber die (jungen) Leute wissen teilweise nicht was sie da tun und haben keine Ahnung, wie sie damit umgehen sollen. Ohne darüber richtig Bescheid zu wissen, stürzen sie mit Kopfsprung in ein Becken ohne Wasser. Was zählt ist: Hauptsache mitmachen.

Doch nicht nur eine unproportionale Verdichtung von Allergie- und Lebensbekenntnissen ist mir ins Auge gesprungen, noch viel brisanter finde ich, dass viele Krankheiten als Rechtfertigung und maßgeblichen Ursprung eines Persönlichkeitsbildes genutzt werden.

Es gilt an dieser Stelle erst einmal zu klären was eine Krankheit ist, gut ich bin keine Fachfrau, aber meine Interpretation ist: Eine Krankheit ist ein meist schwer oder kaum heilbarer Prozess, der die Person in einen für das Leben gefährlichen Zustand manövriert. Im Schlimmsten Fall so etwas wie AIDS oder Krebs. Viele dieser schlimmen Krankheiten werden von gefährlichen Viren oder Erregern oder schädlichen Umwelteinflüssen ausgelöst. Ein Husten oder ein Schnupfen ist keine Krankheit, dies sind meist Säuberungen des Körpers durch die Aktivierung des Immunsytems. Nichts mit Gendefekten oder irgendwelchen Krankheiten. Es sind ganz natürliche Prozesse, die sogar am Ende etwas Gutes für uns übrig haben. Warum kriegt man denn sonst nach kurzer Zeit keine 2. Erkältungen?

Ich  wollte aber noch auf einen ganz anderen Punkt zu sprechen kommen:
 Es werden oft Dinge als eine Krankheit bezeichnet, die an und für sich nicht direkt eine Krankheit im klassischem Sinne sind. Die Eigeninterpretation mit ein bisschen Gesülze aus Film, Gesellschaft und Hysterie sind ein super Potpourri  der Apokalypse für die Selbstdiagnose einer „Krankheit“.
Ich liebe ja die Auskünfte über  „Schwippschwäger, dessen Hunde mal in einen Internetforum Antworten auf  Fragen wie „ Was habe ich für eine Krankheit? Ist es dies oder das? Muss ich sterben?“ gegeben haben und dem Googler dann das Gewissen zu belästigenruhigen. Solche Leute sollte man ja eh mit der Mistgabel durchs Dorf jagen. Nicht nur, weil sie Leuten schon glaubhaft den Tod erklärt haben, sondern weil sie teilweise auch mit einem Dünnschiss auf die eigentlichen Fragenpunkte eingehen. Ganz nach der Devise „ich weiß was, ich muss meinen Senf dazu abgeben“. Ich schweife ab…

Ich stelle nun konkret die Fragen:
Ist es z.B. eine Krankheit wenn Menschen etwas Schlimmes erlebt haben und daraufhin Probleme mit ihrer  Psyche bekommen? Hat das irgendwas mit krank zu tun, wenn die Psyche bei sowas verständlicherweise nicht mitmacht? Ist es eine konkrete Krankheit? Nein! Nein! Und nochmals Nein! Psyche ist Geist und ein Geist wird nicht krank. Gedanken infizieren sich nicht durch Erreger, sie kriegen höchstens Mauern oder lösen andere Gefühle aus. Sicherlich ist das Bild einer kranken Psyche so entstanden wie der ominöse Selbstmord. Wie in aller Herrgottsnamen soll man sich, wie sonst durch Dritte gemordet, auf einmal selbst morden? Zumal es schon nicht funktioniert, weil ein Mord eigentlich nie freiwillig ist, ein Suizid hingegen schon.

So ist wohl auch die kranke Psyche entstanden. Etwas völlig Ungreifbares bekommt plötzlich etwas „organisches“ eingepflanzt. Ich mache mir wahrscheinlich mit dieser Aussage keine Freunde, aber ich finde die Wortwahl so schlecht, dass es doch nur dazu einlädt, dass die Leute von klein auf solche Worte wie Schwämme aufsaugen, um sich, wenn benötigt daran zu bedienen. Die Wortwahl ist einfach unpassend. Man soll wenn schon von einer gestörten Psyche reden, nicht aber von einer kranken.

Doch, um mal wieder etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen:
In Deutschland wird sich durch und durch schlecht um Leute mit psychischen Störungen gekümmert, da wundert es mich auch nicht, dass solche Worte wie Selbstmord und kranke Psyche nicht schon längst durch kompetente Beratung vertrieben wurden. Menschen, die merken, dass sie Probleme mit ihrer Psyche haben suchen nach einem Psychologen, was ja auch normalerweise neben einer Vitamin-B-Behandlung der logische erste Schritt ist. Doch der Psychologe nimmt die Leute meistens  nicht ernst, da ja mittlerweile alle möglichen Leute denken sie seien jetzt psychisch KRANK, weil sie sich mal mit jemandem gestritten haben. Hier tritt dann die Relativierung durch Andere in Kraft.  Was auch häufig der Fall ist: die Psychologen haben volle Terminpläne und behandeln nur noch auf private Bezahlung. Dass kann sich natürlich Jemand leisten, der grade in dieser bombigen Wirtschaftszeit seinen Job, seine Familie und seinen Wohnsitz verloren hat. Der Psychologe denkt auch meist im Traum nicht daran die Leute zu behandeln, die nicht privat bezahlen. Also muss der Patient sich einen anderen Weg suchen, denn es gibt nichts Schlimmeres, als die Nichtbehandlung der Menschen mit psychischen Störungen. Und am Ende steht dann die Psychiatrie als Ausweg da. Sie sind nicht per se schlecht, stehen nur als Erstbehandlung wie Kanonen vor Spatzen. Unpersönlich, kalt, teilweise leider auch Massenabfertigungen und allzu oft Fixierung, die noch mehr Traumatas auslöst. Dann kommt irgendwann die Pille, die das Wesen nicht allzu selten komplett verändert. Ist die Pille immer DIE Lösung? Vor allem sind die Nebenwirkungen ja auch nicht ohne… Die Pille gegen alles gibt es eben nicht. Es gibt ja durchaus gute Therapiemöglichkeiten, die auch oft Erfolge zeigen. Doch wo das Geld fehlt, fehlt auch die Heilung.

Überall Aufklärung, die nicht aufklärt sondern einredet.  Warum lässt man alles zu „krank“ verkommen? Warum erzählt man anderen Menschen öfter von seinen Kopfschmerzen, Durchfall (eigentlich alle Beide für mich auch keine Krankheiten, sondern ganz normale Reaktionen des Körpers auf Umwelteinflüsse, aber ein Haufen andere Menschen bezeichnet es als Krankheit und sonst wäre ja auch mein Text hier für die Katz oder den Zahnarzt oder den Ornithologen oder das Veterinäramt…) und was sonst noch zur Appetitanregung dazugehört, als davon zu erzählen, dass man im Park war und einen alten Freund dort  getroffen hat? Ist es aus Angst, dass  man damit etwas erzählen würde, was die Person gegenüber nicht verstehen würde? Natürlich versteht sie das und sie kann es genauso nachempfinden wie Kopfweh und Konsorten.

Oder mittlerweile auch als App zum Krankheitsalbum für jedes Smartphone erhältlich:
Die Selbstdiagnose! Juche! Kündigt alle Ärzte und baut von dem eingesparten Geld Spielplätze für die Welt! Wenn sich doch der Körper in einem für die Person noch unbekannten Zustand befindet, warum machen die Leute dann so gerne Selbstdiagnosen? Wenn sie gleich wissen was sie haben dann trifft vielleicht folgendes zu:
- Sie haben Nichts.
- Sie sind Arzt.
- Sie wollen krankfeiern und wisse mit wem. (Oder soll ich zum Verständnis ehr „was“ sagen?)
- Sie haben eine blühende Fantasie.
- Sie lesen zu viel in Frage-/Antwortforen.
- Sie haben Schwippschwäger.
- Der Schwippschwager hat einen Hund mit Internetzugang.

Ist dieses „um-sich-werfen-mit-Krankheiten“ nicht pietätlos und eine Beleidigung an Menschen mit ernsthaften Krankheiten? Im Mittelpunkt steht nicht mehr der Mensch der leistet, sondern der, der leidet. Es bekommt immer der die ganze Beachtung, der den Clown macht oder am lautesten schreit, und dabei rückt der eigentlich kranke Mensch in den Hintergrund, und macht mittlerweile eine Relativierung und Abwertung seines Zustandes dadurch bedingt mit, da man „sowas doch ständig hört“… Der Vetter von der Inge hat das auch… Da fällt mir echt nichts mehr zu ein. Einfach nur noch: ARGH!

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Also mal die Dialysen runtergefahren:
Mein Name ist Gothfrosch und ich schreibe für mein Leben gerne meinen Blog. Worte haben es mir total angetan und sind wohl eine große Liebe von mir. Worte sind für mich Magie. Mit ihnen zu spielen ist das reinste Mindgame. Faszination Wort.

Lange Zeit habe ich kein Lebenszeichen von mir gegeben. Nun ist die Zeit vielleicht wieder vorbei und ich husche öfter mal wieder auf meine virtuelle Gedankenplattform.



Ich hoffe, dass man es mir entschuldigt, dass ich so lange nichts mehr von mir habe hören lassen. Ich steckte mitten im Umzug und habe diese einmalige Chance genutzt mein Leben etwas umzukrempeln und aufzuräumen. Ich konnte mich immer mehr fürs Kochen und die Gartenarbeit begeistern. Dass ich einen Garten habe ist ein Segen für mich. Er ist zwar sehr klein und ich kann nur 50cm tief buddeln, da ich sofort auf altem Gestein lande, aber man glaubt nicht, was man damit alles anstellen kann. Wie der Garten, so brauchte auch das Häuschen sehr viel Zuwendung und ich stand 2 Monate kontinuierlich mit Maleroverall, Bohrer, Schwingschleifer, Pinsel und Hammer am Werke. Zum Glück habe ich sehr hilfsbereite Vermieter/Nachbarn, die regelmäßig mit Essen und Werkzeug vor der Tür standen. Es ist in den ersten 3 Monaten das reinste Schlachtfeld gewesen,ber am Ende kann man sagen, dass man es selbst gemacht hat. :)
Ich habe halt ein offenes Herz für das, wo andere behaupten, dass es „kaputt“ sei. Die Pflege und Liebe zu solchen Dingen erfüllt mich mit Freude.

In diesem Sinne möchte ich mit der Freude verbleiben, endlich wieder den wörtlichen Anschluss geschafft zu haben.

XOXO

Gothfrosch

Freitag, 9. März 2012

Gott, Leute, ich bin faul geworden...

.. aber zum "Glück" nur hier im Internet.

Momentan spiele ich mal wieder mit meinem Lebensbaukasten, und da bleibt nicht mehr so viel Zeit für das Internet übrig. Kriege schon regelmäßig einen auf den Deckel. :P Sollten die Arbeiten aber dann irgendwann mal zum Ende gekommen sein, werde ich ich wieder regelmäßiger meine Memoiren zur Beschauung, Beschmusung, Belustigung oder Beschimpfung hier einstellen. Hoffentlich habe ich es nicht verlernt meine Finger kritisch zum Rhythmus der Zeit zu bewegen...

Ich hoffe das Beste - für euch-! :D

Kurz und knapp: Ich lebe noch und werde garantiert weiter machen!


Noch ein Geheimnis zum Schluß: Ganz untätig waren meine quietschfidelen Gedanken ja nicht, und haben meine Finger schon dazu überredet 2 Seiten mit Text zu beschriften. Und eins kann ich euch noch verraten: Es wird krank! Oder gesund - je nach Ansicht. :P


Montag, 9. Januar 2012

Ade, war Schnee!


Hach, was war das schön winterlich in Österreich und ich war eine Woche lang abgeschnitten vom Rest der Welt. Nein, es lag nicht daran, dass ich in Österreich war, sondern, dass ich kein Internet und kein Handy nutzen konnte und es auch zugegeben nicht wollte. Ich verteufle ja nicht die Leichtigkeit, die durch diese Sachen gegeben ist, aber kann denn überhaupt Jemand noch ohne? Nicht ohne Grund ist so etwas wie die Nomophobie entstanden. (Wie ich es liebe, schon wieder wurde eine neue „Krankheit“ erfunden, da der Rest wohl nicht mehr reicht.) Egal, ich schweife von meinem eigentlichen Thema ab.

Dieser Urlaub war mein eigentlich erster richtiger Winterurlaub, wo es gezielt auf die Suche nach Schnee ging. Fräulein Gothfrosch Gespür für Schnee quasi. :D Ab Garmisch Partenkirchen ging es dann los mit der weißen Pracht und in Seefeld angekommen begrüßten mich eine 45cm Schneedecke.

Die darauffolgenden 2 Tage schneite es dann ohne Ende bis irgendwann eine Schneedecke von einem Meter erreicht war. Als Naturjunkie habe ich mich dadurch ja nicht beirren lassen und bin Knietief durch den Schnee gestapft, um alles hautnah zu erleben.

Viel unternehmen konnte man theoretisch schon, eigentlich aber auch nicht. Man war Abends durch die Höhenluft von 1300 Metern todmüde, dass man sich um zivilisierte 20:00 Uhr ins Bettchen begeben hat und am nächsten morgen zusammen mit den Rentnern um 8:00 Uhr frühstücken konnte. Auf den Tagesplan stand meist: spazieren, essen, gammeln, spazieren, Städte besichtigen, essen, spazieren Skispringen gucken, dabei einschlafen... Das Essen war aber großartig, besonders die Gebäcke und Torten. Dafür sind die Österreicher ja auch bekannt.




Hunger?
Am 31.12 Ging es dann nach Innsbruck für das Bergfeuerwerk un Apres Ski-Gaudi auf dem Marktplatz mit ganz viel Schneematsch und Regen. Da blieb kein Paar Socken trocken und meine Ohren auch nicht - von der Musik... Schnell mal in eine Pizzeria oder ein Cafe gehuscht, um die restlichen Stunden des Jahres sich etwas aufzuwärmen und aus Zufall lernte ich ein Cafe kennen, dessen Glanz und Raffinesse ich noch nie irgendwo erlebt habe. Das Cafe Mundig, dass mir anstatt eines Automatenkakaos eine Hausschokolade auf warmer Milch servierte. Da war es ganz um meine Geschmacksnerven geschehen. 

Toll oder?
Kann es sein, dass ich nur über Essen rede? Komme ich mal wieder zu Silvester. Eine Halbe Stunde vor Jahreswechsel wurde der Marktplatz etwas zu voll und man wollte nur noch das Weite suchen, wäre da nicht die Polizeisperre gewesen. Es gab kein Weiterkommen mehr. Fantastisch fand ich ja, dass so viele Leute meinen Sonderwürstchen zu bekommen und immer wieder mit dem Polizisten diskutieren mussten, warum SIE denn nicht durchdürften. Vorschrift ist meines Erachtens nun mal Vorschrift. Die werden sich schon was dabei gedacht haben, wenn sie eine Zone sperren lassen. Immer wieder kamen sie an: " Aber das sind doch nur meine Freundin und ich..." Der Polizist war sichtlich angepisst und ich konnte mir das Lachen über dieses Schauspiel nicht verkneifen, was auch nicht unbemerkt blieb und so fing der Polizeijüngling an mit mir zu sympathisieren. Was sollte ich denn auch ändern? Mich in Mitten der Masse stellen? Da blieb ich lieber zwischen Zaunecke und Polizeisprößling stehen. Da dachte das Bürschen einmal tatsächlich ich würde durch den Zaun schlüpfen, als ich meinen leeren Sektbecher abstellen wollte, oder das war eine misslungene Anmache. :P Und plötzlich kam der Countdown und alle Menschen hatten sich lieb als die Null auf der Uhr stand. Zu Nothing else matters von Metallica gab es dann diese komischen Dinger in der Luft die bunte Lichter machen, was dann so ungefähr aussah:

  

Danach kamen dann noch ein paar ruhige Tage mit - oh Wunder - spazieren, essen, gammeln, spazieren, Städte besichtigen, essen, spazieren Skispringen gucken, dabei einschlafen... Aber nicht, dass man der Annahme sein könnte es sei langweilig wesen. Nein, es war herrlich. Herrlich weiß.


Was aber noch viel spektakulärer war: ich stand das erste Mal in meinem auf Skiern! Ich hätte gedacht, dass es wirklich schwerer sei. Ok, gut zugegeben, es war Skilanglauf in der Loipe, was ja allgemein als Oma-Opa-Sport verschrien ist, aber klein soll man ja anfangen. Ich hatte echt keine Lust mir den Hals zu brechen. Das hatte ich nämlich schon mal und dann lag ich in einem sauerländischen Krankenhaus und bin wahrscheinlich von den "Nechs" und Gells" noch verrückter geworden. In Österreich wäre das aber noch einmal ein ganz anderes Paar Hausschuhe. Besser gesagt Patschn. :D



Bevor ich noch anfange euch zu erzählen wie meine gegärte Multivitaminpfütze die Flasche zum explodieren gebracht hat, beende ich das lieber mal und lass euch noch etwas Schnee im Herzen ♥ genießen.






Freitag, 6. Januar 2012

Ungerechtigkeit

>>Ungerechtigkeit widerfährt nur den Gerechten.<<

©Gothfrosch

Dieser Post ist gewidmet einer lieben Dame, dessen Bruder zu früh aus dem Leben schied.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Schwarzmaler

>>Auf ein schwarzes Gemüt kann man nicht mit bunter Farbe malen.
Das Schwarz verschlingt alle Farben.<<
© Gothfrosch

Inhuman being is only human.

>>Unmenschlich sein ist schlecht
und alles Menschliche ist nicht recht.<<
© Gothfrosch



I got a crush on a pretty picture,
She's got style when she wears a frown,
She's got me,
Well I'm going nowhere,
Oh please,
Proceed,
We're going down.

No hope,
No pain,
No loss,
No gain,
No heart,
No will,
No life,
No thrill.

One day,
I pray,
I'll be,
A human being,
Stay,
With me,
Have faith,
That I can change for you.

I get a rush once I pick the poison,
Well don't buy what you get for free,
I can't be all the things she wanted,
I beg,
I plead,
What's happening?

Freitag, 2. Dezember 2011

Alle Jahre wieder...


Lang‘ Lang‘ ist es her, dass ich mir mal wieder die Zeit genommen habe oder besser die Zeit und die Ruhe für einen umfassenderen Text nehmen konnte. Es ist viel passiert und gerne bleibt man mal mit einem Fuß an einer Kante hängen und legt sich kreativ auf die Nase. Ich hoffe, dass ich das Schreiben nicht ganz verlernt habe, wenn ich ja nicht von Talent reden möchten, sondern davon zu interessieren, denn irgendwer will das ja auch lesen. ;) So Kreativpausen sind manchmal aber auch ganz erfrischend und man kann sich wieder etwas auf zentrale Themen zurück konzentrieren, wo man doch manchmal schon gerne hingehen würde und jeden Stuss posten möchte und es wohl  tun würde. Mein persönliche Lieblingspost aus meinem Freundeskreis lautet ja wie folgt: „Ich habe Durchfall.“ Das zu schreiben ist ja schon Durchfall an und für sich.

Na ja, anderes Thema: Ich bin gestern durch die Gegend beigefahren (Ich bin ja passionierte Beifahrerin) und habe in den fast winterlichen Sonnenuntergang geschaut und dann kam es mir: „PING! Schreib doch mal wieder was!“ Ich faule Socke muss aber zugeben, dass ich den folgenden Taxt schon vor einiger Zeit geschrieben habe, ihn lediglich nur jetzt den Endschliff verpasst habe. ;) Jetzt ist sie wieder da, die alte Gothfrosch und versucht sich ihrer Selbstfindung im Schreiben wegen, mal wieder etwas aktiver und engagierter zu zeigen.
***
Gemeinsam gegen sich selbst:
Wir sind ja im Grunde genommen eine riesige Masse von Menschen. Ein Brei. Alles steht im Sinne der Massenpsychologie, des Massenwahns, des Kommerzes. Massenwahn, Massenhysterie, massenhaft Connection und alles geht im Brei der immer während gleichen Masse unter. Wer etwas anderes als die Masse tut, wird wegrationalisiert. Masse macht’s. Nicht Qualität sondern Quantität. Wir sind eine riesige Massenbewegung. Tun fast das Gleiche, lernen das Gleiche, tragen das Gleiche (was grade so in ist) und denken das, was die Masse eben so denken darf.

Doch obwohl wir EINS zu sein scheinen, sind wir doch ganz egoistische Individuen. Im Grunde eine Antimasse. Antibakterien gegen die eigene Spezies. Die Masse ist nicht in der Lage sich trotz der totalen Gleichheit sich einig zu werden. Wir würden uns niemals als Eins betrachten, obwohl wir ständig dazu beitragen ein Fluss von Parallelgesellschaft zu werden. Niemals würden wir uns als eine ganze Gesellschaft zusammenschweißen. Das fängt im Alltag an und endet in unseren teils verwerflichen Gedanken. Wir konkurrieren uns im Straßenverkehr, schimpfen und hupen anstatt ein Problem gemeinsam zu bewerkstelligen. Jeder sitzt in seinem Wagen und alles außerhalb der Karosserie betrifft uns nicht mehr. Niemals würden wir die ganzen Trauben an ihrem Strunk darin sehen, sondern immer nur sich als eine einzige Weintraube. Wir zeigen mit dem Finger auf die anderen und separieren uns nur zu gerne aus der Gesellschaft, obwohl wir wie tote Fische im Strom mit schwimmen und dazu beitragen mit unseren Kadavern andere Leiber mit in den Strom zu reißen.

Anstatt eins zu werden, strampeln wir mit unseren Füßen gegen die Bindung und bleiben lieber alleine und im nächsten Moment handeln wir wieder wie die Masse und beschweren uns, dass wir so verdammt einsam sind. Viele interessiert die Person nicht, die neben ihm steht. Man guckt sie kurz an und urteilt vielleicht über die Kleidung und die Figur, dann existiert die Person schon gar nicht mehr. Keine Gedankengänge wie: „Ist die Person glücklich, nett oder was hat sie wohl so für Hobbys?“ Nichts, nur der starke magnetische Sog der allgemeinen Massengedanken, lässt uns vielleicht 2-10 Sekunden an einer Identität haften. Wir entwickeln uns zu mechanischen Einzelgängern und bemerken diesen schleichenden Prozess nicht einmal. Wenn sich doch eine Bindung anbahnt haben wir Angst. Wir sind den Trott der massenhaften Einsamkeit so gewohnt, dass es schon fremd scheint nicht mehr alleine zu sein. Wir öffnen uns ja im Grunde genommen nie einem Menschen, auch nicht wenn wir mit ihm eine tiefe Beziehung eingehen. Unsere Gedanken bleiben immer alleine und finden nie die große Liebe oder einen Gesprächspartner im übertragenen Sinne. Selbst wenn wir unsere Gedanken frei heraus plappern würden, würde das Meiste sich wieder alleine in der Welt verlieren, sei es nicht gehört worden, gewollt nicht gehört worden oder vergessen worden zu offenbaren. Wir schlucken Gefühle runter und sind zu feige sie teilweise zuzugeben. So verlässt uns nie das, was eigentlich ankommen soll. Das Perpetuum Mobile der Einsamkeit wird angefeuert von unseren Sisyphosen an Klagen, die ja doch nichts ändern.

„Sei anders!“ ist nur ein Synonym für „geh mit der Mode!“ , und zupp, macht das Jeder! Schon zu sagen: “Ich bin anders!“, ist die Äußerung eines Jeden. Wir wollen uns  mit der Äußerung ja sogar bewusst separieren, doch sind wir es eh nicht. Wir suchen  die Schuld immer bei dem Anderen und zeigen gegenseitig mit dem Finger auf uns. Selbstbetrug macht es uns leichter als sich zu sagen:  „Meine Schuld!“ Einen Menschen kann man immer leichter etwas an den Kopf werfen als ihm Komplimente zu machen.                                             
Es gibt nicht den Fall, dass es keine Antwort auf etwas gibt. Es gibt immer mindestens Eine! Zur Not baut sich unser Gehirn eine und fängt an diese zu akzeptieren.
Und das ist nun mal alles Teil von Masse.

Massenhaft Masse, scheint klasse.
Masse ja und amen.
Gemeinsam einsam.
Gemein sein nicht sein.
Eins sein? Lieber keins sein…