Ich pflanze einen Gedanken,
begieße ihn mit meinen Ideen
und schon bald
trägt mein Baum leckere Früchte.


Mittwoch, 14. Dezember 2011

Schwarzmaler

>>Auf ein schwarzes Gemüt kann man nicht mit bunter Farbe malen.
Das Schwarz verschlingt alle Farben.<<
© Gothfrosch

Inhuman being is only human.

>>Unmenschlich sein ist schlecht
und alles Menschliche ist nicht recht.<<
© Gothfrosch



I got a crush on a pretty picture,
She's got style when she wears a frown,
She's got me,
Well I'm going nowhere,
Oh please,
Proceed,
We're going down.

No hope,
No pain,
No loss,
No gain,
No heart,
No will,
No life,
No thrill.

One day,
I pray,
I'll be,
A human being,
Stay,
With me,
Have faith,
That I can change for you.

I get a rush once I pick the poison,
Well don't buy what you get for free,
I can't be all the things she wanted,
I beg,
I plead,
What's happening?

Freitag, 2. Dezember 2011

Alle Jahre wieder...


Lang‘ Lang‘ ist es her, dass ich mir mal wieder die Zeit genommen habe oder besser die Zeit und die Ruhe für einen umfassenderen Text nehmen konnte. Es ist viel passiert und gerne bleibt man mal mit einem Fuß an einer Kante hängen und legt sich kreativ auf die Nase. Ich hoffe, dass ich das Schreiben nicht ganz verlernt habe, wenn ich ja nicht von Talent reden möchten, sondern davon zu interessieren, denn irgendwer will das ja auch lesen. ;) So Kreativpausen sind manchmal aber auch ganz erfrischend und man kann sich wieder etwas auf zentrale Themen zurück konzentrieren, wo man doch manchmal schon gerne hingehen würde und jeden Stuss posten möchte und es wohl  tun würde. Mein persönliche Lieblingspost aus meinem Freundeskreis lautet ja wie folgt: „Ich habe Durchfall.“ Das zu schreiben ist ja schon Durchfall an und für sich.

Na ja, anderes Thema: Ich bin gestern durch die Gegend beigefahren (Ich bin ja passionierte Beifahrerin) und habe in den fast winterlichen Sonnenuntergang geschaut und dann kam es mir: „PING! Schreib doch mal wieder was!“ Ich faule Socke muss aber zugeben, dass ich den folgenden Taxt schon vor einiger Zeit geschrieben habe, ihn lediglich nur jetzt den Endschliff verpasst habe. ;) Jetzt ist sie wieder da, die alte Gothfrosch und versucht sich ihrer Selbstfindung im Schreiben wegen, mal wieder etwas aktiver und engagierter zu zeigen.
***
Gemeinsam gegen sich selbst:
Wir sind ja im Grunde genommen eine riesige Masse von Menschen. Ein Brei. Alles steht im Sinne der Massenpsychologie, des Massenwahns, des Kommerzes. Massenwahn, Massenhysterie, massenhaft Connection und alles geht im Brei der immer während gleichen Masse unter. Wer etwas anderes als die Masse tut, wird wegrationalisiert. Masse macht’s. Nicht Qualität sondern Quantität. Wir sind eine riesige Massenbewegung. Tun fast das Gleiche, lernen das Gleiche, tragen das Gleiche (was grade so in ist) und denken das, was die Masse eben so denken darf.

Doch obwohl wir EINS zu sein scheinen, sind wir doch ganz egoistische Individuen. Im Grunde eine Antimasse. Antibakterien gegen die eigene Spezies. Die Masse ist nicht in der Lage sich trotz der totalen Gleichheit sich einig zu werden. Wir würden uns niemals als Eins betrachten, obwohl wir ständig dazu beitragen ein Fluss von Parallelgesellschaft zu werden. Niemals würden wir uns als eine ganze Gesellschaft zusammenschweißen. Das fängt im Alltag an und endet in unseren teils verwerflichen Gedanken. Wir konkurrieren uns im Straßenverkehr, schimpfen und hupen anstatt ein Problem gemeinsam zu bewerkstelligen. Jeder sitzt in seinem Wagen und alles außerhalb der Karosserie betrifft uns nicht mehr. Niemals würden wir die ganzen Trauben an ihrem Strunk darin sehen, sondern immer nur sich als eine einzige Weintraube. Wir zeigen mit dem Finger auf die anderen und separieren uns nur zu gerne aus der Gesellschaft, obwohl wir wie tote Fische im Strom mit schwimmen und dazu beitragen mit unseren Kadavern andere Leiber mit in den Strom zu reißen.

Anstatt eins zu werden, strampeln wir mit unseren Füßen gegen die Bindung und bleiben lieber alleine und im nächsten Moment handeln wir wieder wie die Masse und beschweren uns, dass wir so verdammt einsam sind. Viele interessiert die Person nicht, die neben ihm steht. Man guckt sie kurz an und urteilt vielleicht über die Kleidung und die Figur, dann existiert die Person schon gar nicht mehr. Keine Gedankengänge wie: „Ist die Person glücklich, nett oder was hat sie wohl so für Hobbys?“ Nichts, nur der starke magnetische Sog der allgemeinen Massengedanken, lässt uns vielleicht 2-10 Sekunden an einer Identität haften. Wir entwickeln uns zu mechanischen Einzelgängern und bemerken diesen schleichenden Prozess nicht einmal. Wenn sich doch eine Bindung anbahnt haben wir Angst. Wir sind den Trott der massenhaften Einsamkeit so gewohnt, dass es schon fremd scheint nicht mehr alleine zu sein. Wir öffnen uns ja im Grunde genommen nie einem Menschen, auch nicht wenn wir mit ihm eine tiefe Beziehung eingehen. Unsere Gedanken bleiben immer alleine und finden nie die große Liebe oder einen Gesprächspartner im übertragenen Sinne. Selbst wenn wir unsere Gedanken frei heraus plappern würden, würde das Meiste sich wieder alleine in der Welt verlieren, sei es nicht gehört worden, gewollt nicht gehört worden oder vergessen worden zu offenbaren. Wir schlucken Gefühle runter und sind zu feige sie teilweise zuzugeben. So verlässt uns nie das, was eigentlich ankommen soll. Das Perpetuum Mobile der Einsamkeit wird angefeuert von unseren Sisyphosen an Klagen, die ja doch nichts ändern.

„Sei anders!“ ist nur ein Synonym für „geh mit der Mode!“ , und zupp, macht das Jeder! Schon zu sagen: “Ich bin anders!“, ist die Äußerung eines Jeden. Wir wollen uns  mit der Äußerung ja sogar bewusst separieren, doch sind wir es eh nicht. Wir suchen  die Schuld immer bei dem Anderen und zeigen gegenseitig mit dem Finger auf uns. Selbstbetrug macht es uns leichter als sich zu sagen:  „Meine Schuld!“ Einen Menschen kann man immer leichter etwas an den Kopf werfen als ihm Komplimente zu machen.                                             
Es gibt nicht den Fall, dass es keine Antwort auf etwas gibt. Es gibt immer mindestens Eine! Zur Not baut sich unser Gehirn eine und fängt an diese zu akzeptieren.
Und das ist nun mal alles Teil von Masse.

Massenhaft Masse, scheint klasse.
Masse ja und amen.
Gemeinsam einsam.
Gemein sein nicht sein.
Eins sein? Lieber keins sein…