Ich werde mir wahrscheinlich mit dieser öffentlichen Meinungsmache einige Feinde machen, aber dazu ist eine Meinung ja da.
In den vergangenen Wochen bin ich sehr abgeschreckt einen schwarzen Club zu besuchen.
Momentan macht die Szene, die ja eigentlich immer im stetigen Wandel ist, aus meiner Sicht einen etwas zu großen Kulturschock mit. Die Szene zeichnet sich ja mit ihrer Toleranz aus, doch in der vergangenen Zeit war sie zu tolerant. Musikalisch ist sie kommerziell, weichspülerisch und eintönig geworden. In Clubs wird man mit dem ewig selben Mist oder schrecklich untalentiertem "Industrial- Geballer" -welches eigentlich kein Industrial ist- in die Flucht getrieben. Jeder Hans und Franz meint mittlerweile mit seinem "professionellem" frooty loops, irgendeine Scheiße aus dem Boden zu stampfen. Das ist kein Talent, das ist stumpfes Tastendrücken.
Die Überwanderung einiger Seelchen aus der Raver/Techno-Szene, hat der Schwarzen Szene wahrlich nicht gut getan. Abgestumpfte Musik, mit Möchtegern-Existenzen. Ausgestoßen aus der Techno-Szene, weil Sie nicht tanzen können, versuchen Sie es nun -zu unserem Leidwesen- bei uns. Schieben Epileptische Anfälle zu X-RX und Unheilig. Das ist Ihnen scheiß egal, Hauptsache Sie können tanzen, auch wenn es überhaupt nicht passt.
Die als Glühwürmchen oder Knicklichter verschrienen Existenzen, (ach sie haben auch den "genialen" Galileo-Beitrag gesehen?) haben anscheinend nicht nur keinen Rhythmus im Blut, sondern auch einen sehr augenfeindlichen Modegeschmack. "Natürlich ziehe ich mir ein Netzoberteil an, wenn ich damit wie ein Netzbraten aussehe."
Weil das noch nicht reicht, sprießen unzählige Tanzvideos aus dem Boden.
Ich hoffe, die Szene erholt sich bald wieder von dieser "Morbus-Lamprohiza splendidula."
So jetzt ist es raus, erstmal.
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