Ich pflanze einen Gedanken,
begieße ihn mit meinen Ideen
und schon bald
trägt mein Baum leckere Früchte.


Samstag, 28. Mai 2011

Die Erde wird nass

Dieses Bild ist nicht von mir, sondern von Michael Bücker!


Ich stehe im Regen.
Von meinen Haarspitzen fallen dicke Tropfen.
Meine Kleidung ist bis auf das Tiefste durchnässt.
Über meinen Kopf tobt ein Sommergewitter.
Über meine nackten Füße arbeitet sich das Wasser, wie in einer Regenrinne.
Ich breite meine Arme aus und sammle das Wasser in meinen Handflächen.
Meine Schminke läuft über meine Wangen und erreicht meinen lächelnden Mund.
Die klare Luft riecht nach nassem Asphalt.
Sie wirkt elektrisiert.
Es sammeln sich einzelne Regentropfen zu Wasserbahnen.
Überall rinnen diese Wasserbahnen über meinen Körper.
Ich schaue in den wolkenbehangenen Himmel und erblicke die vielen Regentropfen, die wie ein Netz herunterfallen.

Ein Blitz lässt meine Gestalt aufhellen.
Die Anderen verstecken sich alle in ihren Häusern und schimpfen über das Wetter.
Sie sind undankbar, dass die Witterung den Pflanzen Kraft spendet.
Jeder würde zu mir sagen: “ Du bist verrückt, das ist gefährlich.“
Aber ich kann nun einmal nichts dafür, dass ich die Natur liebe.
Wie eine Mutter ihr Kind und ihr werdet es nie richtig nachvollziehen können.
Regen bringt Leben und das Leben belebt auch mich und meinen Körper.
Das ist die Natur – das ist die natürlichste Wahrheit.




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