Ich pflanze einen Gedanken,
begieße ihn mit meinen Ideen
und schon bald
trägt mein Baum leckere Früchte.


Donnerstag, 10. Februar 2011

MIDEM 2011: Die Rückfahrt - Zum Kaffee bei Yeti.

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei. - Der Lieblingsspruch meiner Mutter, wenn die Sommerferien ein Ende fanden und das Schlimme, es ist die bittere Realität.
So mussten ich wohl oder übel, die Côte D'Azur wieder verlassen.

Man mache sich bereit die Autofahrt 2 genauso erfolgreich zu absolvieren, wie die Nr.1.
Es startete so gegen 14:00 Uhr. Diesmal ohne Brötchen und gekochten Eiern, aber dafür vollgepackt mit tollen Sachen, die das Leben schöner machen. :) So geizhälsig wie man ist, benutzt man natürlich im Navigationsgerät die Mautstellenumfahrung. 60 € haben oder nicht haben... So verlockend 60 € jedoch waren, nach 2 Stunden war man grade mal 180 Kilometer weit gekommen und ich musste was? Na? Richtig aufs Klo. So steuerten wir den Zwischenhalt Naturtoilette an, damit der Hochleistungsnaturtoilettenbenutzer dem Fahrer endlich nicht mehr auf die Nerven gehen konnte.
Wir machten Halt an einem Fluss, der zur Hälfte zugefroren war, das Wasser glasklar.

Es hatte schon etwas von einem Märchenland:



Mit ein paar 10 Kilo-Souvenirs, ging es wieder auf die Straße. Unterwegs fanden wir eine Gendarmerie Nationale und verfuhren uns vor lauter Schreck. Doch der größte Schreck folgte noch: Ich werde nie wieder über die Warnschilder mit jeglichen Tieren am Straßenrand lachen, denn in einer Kurve begegneten wir einem friedlich am Straßenrand grasendem Schaf. Wir hielten neben Liesel an und sie guckte nur blöd. Liesel war leider zu beschäftigt und wir setzten unseren Weg fort. Es wurde immer später und die Sonne ging langsam unter. Der Hunger setzte auch langsam ein. An McDonalds vorbeifahrend, steuerten wir ein seltsames Restaurant in einem Bürokomplex an, dessen Eingang nicht aufspürbar war. Nach 5 Minuten Bibbern, endlich die Erlösung auf dem Hinterhof. Die Karte war natürlich komplett auf französisch und wir verstanden nur Bahnhof. Der Kellner konnte auch kaum Englisch. Aus Sicherheitsgründen bestellte man sich also einen Salat. Dann das Entsetzen: Auf meinem Teller lag Hühnchen. Hühnchenfleisch wäre ja noch verkraftbar gewesen, aber es war Hühnchenleber... Einige Würgereize später, gab ich den halben Teller wieder zurück. Wären wir doch nach Mces gefahren. -__-
Ungesättigt ging es weiter auf den Heimweg. An der Tankstelle kauften wir uns Monster, den billigsten Energydrink den es gab. Das Zeug machte seinen Namen echt alle Ehre. Nach der Hühnchenleber, nun ein Energydrink, der nach Krankenhaus schmeckte. Ginseng mit gefühlten 90 mg Taurin auf 100ml. Die Suppe zog uns die Schuhe aus und so entschloss man sich den Rest in den größten Mülleimer zu werfen. Mitten in einen Kreisverkehr, Hauptsache weg damit. Wenn ich heute Psychosen auslösen möchte, muss ich nur eine Dose Monster kaufen und auf den Tisch stellen. :D Mit Chips versuchten wir den Klostein-Geschmack loszuwerden.
Hinter uns lagen 8 Stunden Fahrt, als wir eine Berg und Talfahrt erreichten. Eingeladen bei Yeti zum Kaffee gurkten wir in 1500 Meter Höhe, im Schnee an der Grenze zur Schweiz, herum. Die Entdeckung von Menschen ist hier ein Wunder gewesen. Vor einigen Stunden noch am Meer, konnte man hier Skier kaufen.
Die Fahrt wurde immer Nervenaufreibender und ich musste wortwörtlich mitfahren, da ich Kurven ansagen musste und die Flora und Fauna am Straßenrand. Bambi -sichtlich vom Fernlicht geblendet - machte eine gute Figur in unserer Real Life-Komödie und landete zum Glück nicht auf der Motorhaube.
Die Schnauze voll von den Kurven, stellen wir wieder die Autobahnen ein. Nächste Autobahn in 30 Kilometern. -__- Diesen Abschnitt erreichten wir mühselig mit Zwischenhalt und Augenpause.
Es folgten noch ca. 2 Stunden Folter und Kreditkartenprobleme an der Mautstelle, bis wir in Straßburg angekommen waren. 
Mit Augenringen wie Schlauchbooten, endlich im Hotel angekommen, platze uns das Einladende wortwörtlich schon an der Zimmertür in's Auge. Absteige hin oder her, wir wollten einfach nur pennen...
Am nächsten Morgen flanierten wir noch etwas durch die entzückende Innenstadt und ich bekam meinen obligatorischen Ortsmagneten für die Wand, eine Kochschürze mit weißen Punkten auf rot und entdeckte meine zukünftige Behausung. Ein denkmalgeschütztes Häuschen, ganz rustikal über 4 Etagen, mit niedrigen, kleinen Räumen und alles mit hellem Holz vertäfelt. ♥♥♥ Einfach den Ladenbesitzer rausschmeißen und einziehen. :D
Ziemlich Sorgenfrei ging es dann noch die restlichen 4 Stunden auf der Autobahn weiter. Dann endlich, nach 2 Tagen: Zurück im kalten, grauem Ruhrgebiet mit seinem einwandfreiem Regenwetter. D:
So viel Spaß und Erlebnis so eine Autoreise ja mit sich bringt,

ICH WILL ZURÜCK ! :D



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