Ich pflanze einen Gedanken,
begieße ihn mit meinen Ideen
und schon bald
trägt mein Baum leckere Früchte.


Sonntag, 18. September 2011

Der Regen in der Ferne


Manchmal, wenn ich Nachts nicht schlafen kann, stehe ich auf und seh' mir die Sterne an.
Ich stehe auf und gehe zum großen Wohnzimmerfenster und blicke in die Ferne, setze mich auf die Fensterbank.
Doch die letzt Nacht waren da keine Sterne.
Große Wolken verdeckten die schönen Sterne. Erst war ich sauer darüber, doch dann bemerkte ich, wie wunderschön dieser Regen doch klang. Ich lauschte diesem natürlichen Rhytmus.
Blickte auf die Regentropfen, die auf das Vordach schlugen. Am liebsten wäre ich heraus auf das Vordach gestiegen. Nur in meinem Schlafhemd und hätte mich mit meinen nackten Füßen in die Pfützen gestellt. Die Kälte hätte mich auch nicht so sehr gestört. Kalter Wind blies durch den Schlitz des gekippten Fensters. Mein Atem ließ die Scheibe beschlagen. Ich fasste mit den glatten Handflächen darauf. Es war so ein belebendes Gefühl. Ein Blitz zog sich in der weiten Ferne aus dem Himmel.
Plötzlich erkannte ich etwas.
Die Regentropfen hinterließen Nachrichten. Es ware alles Wünsche, die nicht in Erfüllung gehen. Diese zerschellten nun auf meinem Vordach und ich sah ihnen dabei zu. Konnte sie nicht aufhalten. Hätte ich sie fangen wollen, damit sie in Erfüllung gehen können, dann wären sie an mir zerschlagen.
So viele unerfüllte Wünsche. Was sie wohl alles für Wünsche beinhalteten?
Wohin ihre Reise wohl danach geht? Und ob sie beim nächsten Mal, wenn sie gewünscht werden in Erfüllung gehen? Schwer zu beantworten.
Ich lief wieder zum Bett zurück und wünschte ihnen noch eine gute Reise.

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